Spendenticker für den Ferienspaß 2010: 2324 Euro

Auch die große Sommerhitze konnte die Schülerinnen und Schüler der Mitglieder des DTKV nicht davon abhalten am Samstag, 10.07.2010 mit großem Können und Engagement viele klassische Werke für Gitarre, Klavier, Violine und Violoncello im Saal der Ev. St. Mariengemeinde in der Dortmunder City aufzuführen. Denn schließlich handelte es sich um ein besonderes Konzert – ein Benefizkonzert für das Projekt Ferienspaß 2010 für Kinder und Jugendliche mit Behinderung der Lebenshilfe Dortmund. Organisiert wurde das Konzert vom Deutschen Tonkünstlerverband, Bezirk Südwestfalen (DTKV), der sich schon mehrfach für die Lebenshilfe engagiert hat.
214 Euro spendeten die begeisterten Zuhörerinnen und Zuhörer, die bei diesem ungewöhnlichen Ereignis dabei waren. Und auch wenn nach den gut zwei Stunden das Bedürfnis nach einem kühlen Getränk oder einem Eis recht groß war, freuten sich alle Beteiligten über die coole Aktion für einen guten Zweck.

Welche Aufgaben hat eigentlich die Behindertenbeauftragte der Stadt Dortmund?
Diese Frage stellten sich die Vertreter/innen des Bewohnerbeirats der Wohnstätte Am Schloßpark in Dortmund–Bodelschwingh.
Um die Antwort aus erster Hand zu erhalten, wurde die Behindertenbeauftragte der Stadt Dortmund Christiane Vollmer in die Wohnstätte eingeladen. Zusammen mit Friedrich–Wilhelm Herkelmann, dem Vorsitzenden des Behindertenpolitischen Netzwerkes kam es am Dienstag, 15.06.2010 zu einem regen Austausch. Die Bewohner/innen konnten ihre Fragen zu Rechten und Aufgaben der Behindertenbeauftragten stellen. Christiane Vollmer gab ausführlich Auskunft über ihre Arbeit und die Situation der Menschen mit Behinderung in Dortmund.

Ein Kunstprojekt der besonderen Art soll in den nächsten Tagen und Wochen bei der Lebenshilfe Dortmund stattfinden. Zusammen mit der Kunsttherapeutin und Grafikerin Jennifer Weng hat die Lebenshilfe Dortmund ein Tandemprojekt entwickelt, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung in einen künstlerischen Dialog treten können. Das dialogische Malen ist eine Methode der Kunsttherapie, die es zwei Menschen ermöglicht sich wortlos und spielerisch mit Pinsel und Farbe zu begegnen. Dabei gestaltet das künstlerische Tandem nicht irgend etwas, sondern ein Pütthemd, das traditionelle Arbeitshemd der Bergleute, das – zu diesem Zweck aus Papier hergestellt – die Bildfläche des künstlerischen Treffens sein wird.

Das Ganze ist auch ein Beitrag der Lebenshilfe Dortmund zum inklusiven Projekt Hak dich ein der Lebenshilfe NRW und der Lebenshilfe Waltrop, bei dem Menschen mit und ohne Behinderung bis zu 1.000 original Zechen–Haken künstlerisch gestalten sollen. Denn nachdem so ein Pütthemd fertig ist, wird dieses über solch einen Zechen-Haken gehängt. Die Lebenshilfe Dortmund hat sich 100 dieser kleinen Relikte der Bergbaugeschichte – Bügel aus Metall, die die Kumpel für ihre Kleidung nutzten – gesichert, um dieses verbindende Kunstprojekt umzusetzen.

Alle gestalteten Zechen–Haken werden im Rahmen der RUHR 2010 am 19. September 2010 von 11.00 bis 18.00 Uhr auf dem alten Zechengelände in Oer-Erkenschwick ausgestellt. Sie verwandeln an diesem sogenannten Kumpeltag die Ausstellungsfläche in einen der weltgrößten Skulpturenparks und bilden so eine weitere, einmalige Attraktion im Jahr der Kulturregion Ruhr.

Begleitet und angeleitet werden die einzelnen Kunstaktionen der Lebenshilfe Dortmund von der Kunsttherapeutin Jennifer Weng, die gemeinsam mit den Teilnehmer/innen die Gestaltung, Farbmischungen und Umgang mit den Materialien erarbeitet. Die Gestaltung der Papierhemden kann ganz unbefangen erfolgen, denn – so betont Jennifer Weng – es sind dafür keinerlei künstlerische Vorerfahrungen oder Kenntnisse notwendig.
Jetzt geht es darum ausreichend Menschen mit und ohne Behinderung zu finden, die jeweils ein Tandem bilden und ein Pütthemd gestalten möchten. Wer Interesse hat an dem Projekt teilzunehmen, kann sich ab sofort bei der Lebenshilfe Dortmund melden. Bei Fragen und Interesse wenden Sie sich bitte an:
Krystian Waletzko, Tel.: 0231 – 13 88 91 11,Gerne wollen wir interessierte Einsatzkräfte zum FuD–Stammtisch einladen. In entspannter Atmosphäre soll Gelegenheit gegeben werden sowohl mit anderen Einsatzkräften ins Gespräch zu kommen als auch mit den MitarbeiterInnen des FuD, die den Stammtisch begleiten.
Für die Planung wäre es gut, wenn Sie sich telefonisch für den jeweiligen Stammtisch anmelden. Der Stammtisch findet in den Räumen der Lebenshilfe im Brüderweg 22–24 statt.
Bitte melden Sie sich unter der folgenden Rufnummer an: 0231 / 13 88 9 – 104. Wir freuen uns auf Ihr zahlreiches Erscheinen!
Termine Stammtisch 2010:

Vor mehr als einem Jahr, am 20.07.2007, verunglückte unsere
studentische Mitarbeiterin Anna Chachaj auf dem Weg in eine
Lebenshilfe-Freizeit.
Seitdem ist Anna von den Schultern an
querschnittsgelähmt,
d.h. sie verfügt noch
über Restfunktionen in den Armen, kann aber
z.B. nicht mit den
Händen greifen. Damit ist Anna auf ständige Hilfe und
Unterstützung angewiesen.
Ende April ist Anna aus dem Krankenhaus in Hamburg entlassen worden.
Nach einem vorübergehenden Aufenthalt bei ihrer Familie wohnt
sie nun seit Ende Juni mit ihrem Freund Patrick in ihrer eigenen Wohnung
in Wesel.
Viele Menschen aus dem privaten Umfeld der beiden sowie aus dem Umfeld der
Lebenshilfe Dortmund haben an Annas Geschichte Anteil genommen und sie mit
Spenden unterstützt. Hierfür bedanken wir uns, vor allem auch im Namen
von Anna und Patrick, ganz herzlich. Die Spenden haben wesentlich bei der
Einrichtung der rollstuhlgerechten Wohnung geholfen. Die Einrichtung ist zwar
bereits weit fortgeschritten, aber noch lange nicht abgeschlossen. So zeigen
sich viele Probleme und Notwendigkeiten erst im praktischen Lebensalltag,
so dass Anna auch weiterhin auf vielfältige finanzielle Unterstützung
angewiesen sein wird. Bis heute gehen bei uns immer noch Spenden für Anna
ein und wir würden uns sehr freuen, wenn dies noch lange andauern würde.
Trotz dieses radikalen Einschnitts in ihrem Leben und aller damit verbunden
psychischen Tiefen schaut Anna optimistisch nach vorne. Sie plant zur Zeit die
Beendigung ihres Studiums, wozu ihr lediglich noch eine Prüfung fehlt.
Im Anschluss daran möchte sie das Referendariat beginnen. Wir wünschen
Anna, dass es ihr gelingt, alle damit verbunden Barrieren (Geht das in Teilzeit?
Wie geht das mit einem pflegefreien Zeitfenster von drei Stunden im Schulalltag?, ...)
zu überwinden und einen Einstieg in ihren Wunschberuf zu schaffen.
Wir bedanken uns nochmals ganz herzlich bei allen Spendern und bitten Sie,
uns auch weiterhin dabei zu helfen Anna zu unterstützen.
Weitere Informationen finden sie
hier.
Wir danken unserem Sponsor internetwire.